Die AIDS-Hilfe SBH e.V. nahm am 12.02.2006 ihre Arbeit in Villingen-Schwenningen auf. Informieren, Präventionsarbeit, beraten, unterstützen – das sind die Aufgaben der AIDS-Hilfe (AH) für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg (siehe Grafik oben). HIV ist ein Virus welches Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome) verursacht. Die meisten Personen die sich mit HIV infiziert haben, entwickeln auf die Dauer AIDS. Neue Behandlungsmethoden zeigen eine beträchtliche Verbesserung der Lebenserwartung und eine Steigerung der Lebensqualität, besonders bei einer frühzeitigen Diagnose.

Jeder kann sich infizieren! Die meisten infizierten Personen haben keine äußerlichen Merkmale und fühlen sich gesund. Die häufigsten Ursachen der Infektion sind:

– ungeschützter sexueller Kontakt mit einer infizierten Person
– gemeinsame Verwendung von Nadeln bei Drogengebrauch
– Gebrauch von unsicheren Blutprodukten
– Bluttransfusionen mit infiziertem Blut
– Übertragung der Infektion durch eine HIV-positive Mutter an ihr Kind

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland stagniert zur Zeit. Grund hierfür sind die veränderten Bedingungen, die mit der Normalisierung von HIV/Aids in unserer Gesellschaft zusammenhängen. Die modernen Kombinationstherapien machen sorglos, auch das veränderte Safer-Sex-Verhalten. Gerade in Verbindung mit Alkohol, Drogen oder in persönlichen Krisen, sorgt dies für einen Anstieg von Neu-Infektionen. Über diese Themen informiert und berät die AH SBH. Darüber hinaus begleitet die AH SBH Betroffene und deren Angehörige in Therapiemaßnahmen, in allgemeinen Lebensfragen, zu Ämtern und Behörden, sowie Ärzten, Apotheken und Pflegepersonen. Gerade junge Menschen sind heute mehr gefährdet denn je. Die Mitarbeiter der AH SBH bringen sich auf verschiedenen Veranstaltungen mit ein um:

– aufzuklären und zu beraten.
– jeglicher Diskriminierung Betroffener entgegenzuwirken und deren Rechte zu vertreten.
– für Toleranz und Solidarität mit Menschen mit HIV und Aids sowie für die Akzeptanz unkonventioneller Lebensweisen einzutreten.
– Strukturelle Prävention zu leisten durch Beratung, Unterstützung Betroffener und gezielte Öffentlichkeitsarbeit [d.h. die Verhinderung von Neu- Infektionen mit HIV (Primärprävention), prophylaktische Maßnahmen zur Gesunderhaltung bei Menschen mit HIV (Sekundärprävention) und durch die Sicherstellung kurativer und palliativer Maßnahmen zur Verbesserung bzw. Erhaltung der Lebensqualität bereits Erkrankter, Sterbebegleitung und Trauerbewältigung.
– HIV-infizierten und an Aids erkrankten Menschen sowie deren Angehörigen und Partnern Unterstützung anzubieten bei der Bewältigung psychosozialer Probleme.
– Berufsgruppen, die beruflich mit HIV und Aids infizierten Menschen Umgang haben, in ihrer Eigenschaft als Multiplikatoren zum Thema
HIV /Aids aus- und weiterzubilden.